Sonntag, 19. Oktober 2008

-11- von crashenden yetis, gefrohrenen yaks, menschlichen eiswuerfeln im zelt und natuerlich dem hoechsten berg der welt

... hey folks ... zurueck von den bergen, back in tha city!!

MT. EVEREST, der mit 8848m hoechste berg der welt ... oder CHOMOLUNGMA (tibetisch) SAGARMATHA (nepalesisch)
Von nepal rocks


-- der berg entstand, wie der gesamte himalaya, als folge der plattentektonik durch die kollision der indischen mit der eurasischen platte und ist nach dem britischen landvermesser sir george everest benannt. edmund hillary und tenzing norgay gelang am 29. mai 1953 die erstbesteigung des „dritten pols“. am 8. mai 1978 bestiegen reinhold messner und peter habeler den gipfel erstmals ohne zusätzlichen sauerstoff.

-- auf nepali wird der berg sagarmatha (सगरमाथा, „stirn des himmels“) und auf tibetisch jo mo klungs ma (in offizieller transkription: Qomolangma; „mutter des universums“) genannt.

... so schauds aus ... und jetzt zum bericht:

gleich mal (fast) zuerst fuer und an alle die evt. etwas von einem flugzeugabsturz in nepal gehoert haben:

JA, ich lebe noch ... sprich
Nein, ich war nicht in besagter maschine.

Von nepal rocks


JA, es war genau die selbe fluggesellschaft - YETI AIRLINE - sowie gleiches fabrikat der maschine mit der auch ich nach lukla (ausgangspunkt des everest trekks) geflogen bin. doch gott sei dank bin ich 1en tag vor dem crash in einem stueck am tenzing hillary (fuer alle die es nicht wissen, benannt nach den beiden ersten personen am everest) airport angekommen. der crash war also genau einen tag nach meiner ankunft ... phu.

Von nepal rocks

JA, es war ein komisches gefuehl ca. 10 tage nach besagtem crash wida in ein flugzeug der yeti's zu steigen - es nach 10min aufgrund von "technischen problemen" wida verlassen zu muessen um 3h spaeter wida einzusteigen - und zurueck nach kathmandu zu fliegen! aber wie schon gesagt i'm still alive and enjoing it!!! und doch bin ich froh das ich nicht mehr mit den yetis fliegen muss.

soviel zum thema flugzeugabsturz ... falls ihr davon gehoert habt - schaetz mal es war in good old germany mehr thema als im oesi-land da es ja fast ausschliesslich deutsche touris im flieger waren? weiters war wohl kein platz in den oesterreichischen zeitungen aufgrund des (beides erst gestern vernommen) tot des herrn haiders sowie unseres fullminanten 1:1 erfolgs gegen die fussballgrossmacht faeroer inseln... whatever!?


tja ich bin also wida in kathmandu fuer die naechsten 3 oder 4 tage bevors zu den moenchen ins kloster geht.

wie fleissige blogleser/innen wissen war es ja nach annapurna basecamp nun schon der 2te trekk. was gibt es also neues zu berichten.
erstmals wir waren eine 5er gruppe. ruth (56) from australia, tim (23) from utah/USA und meine wenigkeit sowie unser guide tarjee sherpa (23) from nepal und sein freund der als traeger agierte.

ruth und unser guide tarjee sherpa
Von nepal rocks


haeuschen am wegrand. links am stein, in der sonne trocknen die yak-(scheiss)-haufen um am abend im ofen waerme zu spenden
Von nepal rocks


wir starten also am 07/10/08 um 4:00 in der frueh los zum flughafen - fruehstuck fehlanzeige! das erste abenteuer des tages ist der flug mit dem mini flugzeug der besagten yeti airline. unbeschreiblicher laerm im inneren und unbeschreibliche turbulenzen aussen. doch die landschaft entschaedigt fuer alles. wir fliegen also mit dieser kleinen maschine durch die berge ... oft so knapp das ich schon glaube wir beruehren sie bald. die einzige landebahn ist kurz und geht steil bergauf. whatever wir schaffen es unbeschadet zu landen. ich bin also in lukla auf schon fast 2700m - meinem ausgangspunkt des trekks zum everest basecamp. schnelles fruehstueck und los gehts mir der ersten kurzen etappe nach thumbung auf ebenfalls ca. 2700m. es ist also meist flach zu beginning. die landschaft ist aehnlich wie beim annapurna trekk sehr gruen und freundlich ... zumindest vorerst. fuer alle RAFTGUIDEkollegen und KAJAKfreunde -> der weg fuehrt die ersten 3 - 4 tage entlang des DUDH KOSHI!! alles klar?!?! leider fehlen mir um den fluss mit dem kajak zu befahren die skills und um zu raften das raft ... tja that's life aber ich bin ja auch zum trekken und nicht zum paddeln hier.

dudh koshi mit gebetsfahnen
Von nepal rocks


dudh koshi again. das ueberqueren von fluessen und schluchten auf solch wackeligen haengebruecken wie am bild gehoert zur tagesordnung am trekk.
Von nepal rocks
Von nepal rocks


yaks, yaks, yaks. neben sherpas wohl die besten lastentraeger der berge
Von nepal rocks


und nochmal yaks
Von nepal rocks


der erste tag war also nicht sehr anstrengend. auch der zweite tag haelt sich noch in grenzen. es geht auf 3440m nach namche bazar. namche bazar ist DER ORT am trekk. hier gibt es ein letztes mal nochmal alles was das herz begehrt wie zB telefon, internet, shops mit suessigkeiten bla bla. auch die lodges sind hier fast schon einem hotel gleich. wie erreichen namche also am nachmittag und verbringen die nacht dort sowie den gesamten naechsten tag um uns zu akklimatisieren. ich verbringe meine zeit mit lesen und kleinen wanderungen um die vielen kleinen buddhistischen "sehenswuerdigkeiten" zu erkunden.

namche bazar
Von nepal rocks


kleiner buddhistischer tempel bzw. schrein am weg zum basecamp ... die schrift die ihr auf den tafeln seht ist tibetisch und es handelt sich um gebetsmantras
Von nepal rocks


mehr tibetische mantras ...
Von nepal rocks


ausgeruht und akklimatisiert geht es also von namche weiter nach tengboche (3860m) wo wir kurz ausruhen und das dortige kloster kurz besuchen. tim und ich haben etwas mehr zeit um zu besichtigen da wir tag fuer tag um meist etwas zw 1 - 2 stunden schnell sind als ruth. wir sind also meist in 2 gruppen unterwegs. tim und ich sind die vorhut und ruth + guide und traeger die nachzuegler. der tag endet - nach einem tollen weg durch einen rhododendron-urwald in deboche auf 3710m. es wird das erstemal so richtig kalt in der nacht und die innenseite unseres fenster ist das erstemal vereist als wir in der frueh aufwachen ... haetten wir da schon gewusst wie kalt es noch werden wird, wo wir noch schlafen werden haetten wir wohl gelacht ueber diese tatsache.

tengboche monastery
Von nepal rocks


der naechste morgen. eis an den fenstern - ich kann meinem atem sehen! nach tee und porridge (haferschleim oder auch gruetze gennant) gehts weiter nach pherighe auf schon 4270m. es wird das erstemal richtig anstrengend. zumindest fuer mich - viele "schnaufen" ja schon von beginn an als waehren sie auf 8000m oder mehr und bewegen sich wie in zeitlupe. die saettigung der luft mit sauerstoff betraegt auf 4000m naemlich nur mehr etwa 60% im gegensatz zu den 100% zw 0 - 555 metern die die meisten von uns wohl gewoehnt sind. sprich das herz und die lunge pumpt fast doppelt soviel um die gleiche menge sauerstoff ins blut zu bekommen. nimmt man dann auch noch die anstrengung vom aufstieg kann man sich evt. vorstellen was der koerper da so durchmacht.

was fuer ein anblick
Von nepal rocks


im hintergrund mt. ama dablam 6856m
Von nepal rocks


eigentlich sollte ein 2ter tag der ruhe und akklimatisierung in pherighe folgen. doch tim und ich fuehlen uns weder muede noch irgend ein anzeichen von hoehenkrankheit. wir beschliesen also das wir den ruhetag nicht benoetigen und marschieren nach einer nacht in pherighe ohne guide und ruth los richtung thokla auf 4620m. nur unser traeger leistet uns gesellschaft und ist bei uns in case of emergence. wir kommen also gut in thokla an. der "ort" ist sehr klein, sehr hoch, sehr kalt. voll erstaunen vernehmen wir das kein platz ist fuer uns in einer der wenigen lodges. was also tun?? nach stunden voll ungewissheit erklaert uns unser traeger in gebrochenen nepali-englisch wir sollen/muessen/duerfen in einem zelt schlafen. "kein problem!" denken und sagen tim und ich und schon befinden wir uns in einem zelt im herbst auf fast 4700m. leute leute ich kann euch sagen es war die kaelteste nacht meines noch jungen lebens. das zelt war naemlich kein mammut extrem supi-dubi gletscher zelt. auch kein north face polarexpedition mega zelt. nein nein nein. es war ein nepali plastik zelt vom discounter mit einem loch in der plane for free. tim und ich also im zelt auf einer mini isomatte am gefrohenen boden des himalayas. langeunterhose + k-hose + schafwollsocken + tshirt + pullover + muetze mal pflicht. dazu schlafsack und decke. mir gelingt es also so gegen 20:00 uhr einzuschlafen. fein denk ich mir. doch schon nach wenige stunden erwache ich wida aufgrund der yaks die rund um unser zelt schleichen und fressen, ihre notdurft verrichten. schlafen sie nun endlich schnarchen sie auch noch! glaubt es oder nicht, yaks schnarchen ... oder es war doch der yeti - who knows?!! egal ich schlafe wida ein. fuehle mich wie ein eiswuerfel und liege in der embriostellung in meinem schlafsack dicht an tim gedraengt. das "boese erwachen" dann in der frueh um 5 uhr nepali ortszeit. die zeltplane ist steifgefroren genau wie meine nase und meine lippen ... und eigentlich auch mein restlicher koerper. mein drinkwasser ist ein eiswuerfel. raus raus aus dem zelt und rein in eine lodge um heissen tee zu bekommen denke ich. steifgefroren muehe ich mich also aus dem zelt und sehe eine weitere "gefrorene" gestalt aus dem nachbarzelt kriechen und den tag mit den worten ------- "oh my god, look at the yaks! even these are frozen! how should we have a chance!? ----- UEBERSETZUNG ins deutsche: oh mein gott, schau dir doch nur mal die yaks an! sogar die sind gefrohren! wie sollen da wir eine chance haben!? ... tja dem ist wohl nichts mehr hinzu zu fuegen!!!

ich hab das zelt ueberlebt
Von nepal rocks


gefrorener boden - gefrorenes zelt - gefrorene yaks
Von nepal rocks


nach der nacht im zelt ging es nach gorak shep auf 5140 meter. unserer letzten und hoechsten schlafstelle. gott sei dank konnten wir dort wida eine lodge bewohnen. es war zwar auch im zimmer eiskalt aber besser als im zelt alle mal. wir steigen an diesem tag also von 4620m auf 5140m auf. an diesem tag wuerde ich mal sagen bin ich das erstemal so richtig an meine grenzen gegangen. die luft wird immer duenner. die wege immer steiler und unwegsamer. im schatten ist es eisig kalt doch die sonne brennt herunter wo immer sie moeglichkeit bekommt. mir ist kalt. spaeter ich schwitze, ich keuche doch ich muehe mich den steilen weg nach gorak shep schritt fuer schritt nach oben. schon laengst hab ich mich an den anblick von anderen trekkern die von ihren guides nach unten gebracht/getragen werden, nach oben gestuetzt/gezogen werden oder mit hustenanfaellen am rand fast zusammenbrechen gewoehnt. tja everest basecamp ist halt kein spaziergang und vom deutschen bierbauch touristen ueber die chinesische hausfrau bis hin zum amerikanischen bzw oesterrechischen extrem sportler trifft man hier alles am trekk.

bei einem gespraech mit einer nepalesischen aerztin erfahre ich interessante details:

ca. 80% aller leute die versuchen zum everest basecamp zu kommen werden in irgendeiner form (kopfweh, starker husten, uebelkeit) hoehenkrank. [gut das ich einer der 20% war!!] wiederum die haelfte dieser leute muss auch umkehren. dh das fast 40 % der leute die versuchen zum basecamp auf 5550 meter zu kommen scheitern. weiters ist auch interessant das fast genau so viele leute beim versuch das basecamp zu erreichen sterben als beim versuch den gipfel zu erreichen. zw 4 und 8 jedes jahr!

ich erreiche also gorak shep. kurze pause und vorallem tee tee tee und essen essen essen. von gorak shep, von unserer lodge gehts dann also weiter zur finalen etappe zum base camp. der weg ist nicht mehr so steil dafuer aber sehr sehr unwegsam. ich kaempfe mich meter fuer meter vor richtung basecamp ueber riesiege steinbrocken und schutthalden die der maechtige gletscher ueber jahre hier her transportiert hat. zwischen all dem stein, fels und schutt blitzt immer wida das nackte eis des gletschers hervor. ein tolles gefuehl hier zu "wandern." nach etwas mehr als 2 stunden ist es geschafft. ich stehe am fuss des everest auf 5550m hoehe im basecamp. vor mir ragen lhotse 8814m und N.E. peak 8393m in die hoehe. auch nuptse 7861m ist zu sehen. getrennt vom maechtigen khumbu icefall durch den der gefaehrliche weg zum gipfel des everest fuehrt. der hoechste berg der welt. die hoechste erhebung unseres planetens ... und sie waechst immer noch ... und ich stehe bei strahlendem sonnenschein davor und blicke ehrfuerchtig auf! 1000 gedanken gehen mir durch den kopf. ich erinnere mich zb daran wie ich vor etwas mehr als 1 jahr in steyr an der steyr gelegen bin und "in eisige hoehen" von john krakauer gelesen hab oder mir zuhause "everest" eine national geographic dokumentation angesehen hab. all das gelesene, gesehne nun hier und jetzt mit meinen eigenen sinnen zu erleben macht mich gluecklich und stolz. ich bleibe fast 2h im basecamp. sitze herum auf kalten stein. wandere ueber den gletscher ... allein mit meinen gedanken und eindruecken. es faellt mir schwer diesen ort wida zu verlassen und zu wissen vll. nie wida zu kommen!?

everest basecamp - 5550m
Von nepal rocks


basecamp again
Von nepal rocks


khumbu icefall ... der gefaehrliche weg richtung everest
Von nepal rocks


lhotse - 8814m
Von nepal rocks


hasi im basecamp
Von nepal rocks


mt. everest - 8848m
Von nepal rocks


nach 2h basecamp zurueck ueber stock, stein und eis nach gorak shep. eine nacht geschlafen und naechsten tag um halb 5 raus aus dem schlafsack und raus in die eisige nacht. es ist noch dunkel und es ist kalt kalt kalt. wir machen uns auf den 2 stuendigen weg nach kala patthar (aussichtspunkt) ... nochmal um 150m hoeher als das basecamp und somit mit 5700m der hoechste punkt den ich bei meinem trekk erreichen werde. die gesamten 2h fuehrt der weg steil nach oben. ich habe keine handschuhe und so habe ich das gefuehl meine haende erstarren zu eis. langsam, fast in zeitlupe muehe ich mich um halb 5 in der frueh bei dunkelheit und eisiger kaelte den berg hinauf. tim neben mir. wir sprechen beide kein wort. den wenigen sauerstoff (die saettigung betreagt auf fast 6000m nur mehr 44%) den wir zur verfuegung haben brauchen wir um (schwer) zu atmen und langsam vorwaerts zu kommen. da ist reden ein unnoetiger luxus. ruth gibt schon nach wenigen metern auf. es ist zu viel fuer sie ... und auch fuer viele andere. aber he, sie ist 56 jahre und hats am vortag zum basecamp geschafft - fetten respekt ruth, du warst/bist ne coole lady!!! auch viele andere trekker quaelen sich langsam den berg hinauf. einige geben auf. einige werden vom guide nahe zu getragen. einige husten lautstark und rasten am wegrand. ich raste nicht. tim und ich ueberholen viele leute. langsam aber ohne pause und schritt fuer schritt naehere ich mich den gipfel. nach fast 2h ist es geschafft. ich stehe am hoechsten punkt meines trekks und gleichzeitig am hoechsten punkt meines bisherigen lebens. kala patthar - 5700m. es ist nun kurz nach 6 uhr und die sonne geht langsam ueber den maechtigen gipfel des himalayas auf. ich sehe gipfel wie lohtse, nuptse, ama dablam und natuerlich mt. everest! sie alle gehoeren zu den hoechsten gipfeln unseres planeten. es ist unglaublich ... mir fehlen die worte es zu beschreiben. schon annapurna basecamp hat mich fasziniert, doch auf fast 6000m zu stehen, zw all diesen riesen aus eis und stein ist nochmal spezieller, eindrucksvoller einfach unglaublich und wunderschoen!! DANKE!!

tim und ich am "gipfel" von kala patthar - 5700m und die sonne scheint
Von nepal rocks


gefrohrene gebetsfahnen. 06:15 nepali ortszeit - 5700m
Von nepal rocks


fuer viele menschen ist der ort mit dem sie das wort "paradies" assoziieren meist eine art von tropischer insel. weisser sandstrand, palmen und tuerkises meer. doch ich habe schon immer die berge bewundert ohne das ich selbst ein grosser bergsteiger war. und nun nach meinen beiden trekks auf/durch die berge von nepal kann ich von mir behaupten das sich dieser eindruck nur noch verstaerkt hat. ich habe straende in suedafrika oder mosambique geshen die wunderschoen waren/sind. war auf inseln wie zb mauritius. doch die berge des himalayas bei sonnenaufgang zu sehen ist wohl das schoenste das ich bisher an naturerlebniss erleben durfte. berge ueber palmen - gletscher ueber sand ... ich hab mein persoenliches paradies schon gefunden!

zum schluss noch mehr bilder vom "paradies"

mt. everest - 8848m
Von nepal rocks


Von nepal rocks


Von nepal rocks


Von nepal rocks


Von nepal rocks


Von nepal rocks


Von nepal rocks


Von nepal rocks


Von nepal rocks


the end ... euer alfred/hasi oder wie mich die nepali nennen BINOD

Sonntag, 5. Oktober 2008

-10- von meiner kurztaetigkeit als lehrer, dem onkel fuer alles im waisenhaus + photos photos photos

hi alle zusammen.

bin gestern nach 6 tagen im waisenhaus mit dem sehr "netten" namen "the helpless colonie" wida nach kathmandu/thamel zurueck gekehrt.

da ich zu faul bin einen ausfuehrlichen bericht zu schreiben und photos ja bekanntlich mehr als worte sagen gibts halt ne photo story vom aufenthalt im waisenhaus, meiner taetigkeit als englisch lehrer in der benachbarten schule sowie aeltere photos!

at first noch ein paar mehr eindruecke vom trekk:

gebetsfahnen im wind auf ca. 3000m hoehe
Von nepal rocks


am weg zum annapurnabasecamp, ich passiere das tiefer liegende machhapuchre basecamp
Von nepal rocks


auch ne teepause muss mal sein und man(n) spricht wida deutsch - neben mit kaja aus hannover
Von nepal rocks


am ziel - annapurna basecamp. yeah!!
Von nepal rocks


im basecamp umgeben von den bergen das himalaya sowie gebetsfahnen ueberall
Von nepal rocks



und nun kommen wir zu meiner woche im waisenhaus bzw. der schule:

das waisenhaus. platz fuer 15 kinder, der juengste 3 der aelterste 15, sowie 3 "muetter" und jordan und mich.
Von nepal rocks


beim abendessen - dhal bat was sonst!!
Von nepal rocks
Von nepal rocks


unsere 2 kleinsten
Von nepal rocks


die kinder bei ihrer lieblings beschaeftigung, drachen steigen
Von nepal rocks


es gibt kekse von den brothers (so nannten uns die kinder)
Von nepal rocks


meine kids. angezogen und fertig fuer den weg zur schule
Von nepal rocks


standeskontrolle um 9:30 vor der schule ... alle in huebschen uniformen um keinen unterschied zw reich und arm zu erkennen
Von nepal rocks


meine klasse
Von nepal rocks


alle augen auf den herrn lehrer - auf mich!! stilgerecht in krankenhaus hose aus good old austria
Von nepal rocks


nach getaner arbeit im waisenhaus und der schule darfs auch mal ein drink mehr sein. jordan and me im de la soul, rrrrrrrrrrasta
Von nepal rocks


der tag danach. wo sind wir eigentlich?? ah, im yeti guesthaus!
Von nepal rocks



zum abschluss noch ein paar eindruecke aus 1en monat nepal:

Von nepal rocks
Von nepal rocks
Von nepal rocks
Von nepal rocks
Von nepal rocks
Von nepal rocks
Von nepal rocks
Von nepal rocks
Von nepal rocks
Von nepal rocks
Von nepal rocks


THE END

PS: ich breche am 07.10.08 again fuer 13 tage in die berge auf. diesmal versuche ich das everest basecamp auf fast 6000m hoehe zu erreichen. ihr werdet also in den naechsten 2 wochen nichts von mir hoeren. macht auch keine sorgen mir gehts bestens. bei erfolgreicher absolvierung gibts natuerlich wida photos und berichte ... sollte so um 21 oder 22 oktober sein.

weiters moechte ich noch danke sagen fuer die zahlreichen mails und posts am blog die ich von euch allen erhalte. es ist schoen zu wissen das ihr mich nicht vergesst und teil meines abenteurs seid ... in diesem sinne, stay tuned, thanx and all the best!! hasi aus nepal

Dienstag, 30. September 2008

-09- vom trekking im himalaya, den vampiren der berge, unglaublichen lastentraegern und den wohl besten sandalen der welt

so es ist endlich soweit. es gibt einen bericht ueber meinen 11 taegigen trekk ins annapurna basecamp sowie PHOTOS PHOTOS PHOTOS!!!
Von nepal rocks


zuerstmal zu den wichtigsten fragen die euch sicher auf der zunge brennen:

- nein, ich hab weder den yeti noch den herrn messner getroffen oder gesehen.
- ja den everest gibts wirklich
- ja es ist schon winter im himalaya und gibt sogar schon schnee dort
- ja sherpa (traeger) ist nicht nur eine berufsbezeichnung sonder ein sehr sehr gaengier nachnahme der bewohner des himalayas.
- und keine ahnung aber ich glaub der dalai lama ist wirklich noch immer singel

Von nepal rocks

so jetzt zum bericht:
tja wo fang ich nur an. vor mittlerweile fast 2 wochen bin ich von meiner hostfamilie in rampur/chitwan per bus aufgebrochen nach pokhara. mal wieder war die busfahrt nicht ohne komplikationen. bei meiner ersten busfahrt von kathmandu nach chitwan ist ja der bus mitten auf der strasse zusammengebrochen und wir mussten fast 2 stunden warten bis er wider gefixt war. bei meiner reise nach pokhara war dann auf halben weg die strasse gespert wegen eines motorrad unfalls - 2 stunden wartezeit. a schon egal bei 7 - 8 stunden busfahrt! ... tja nix is fix in nepal aber das bin ich ja schon gewohnt von afrika ... gel mango!?

aber doch noch angekommen in pokhara - nette stadt an einem grossen see, sehr touristisch. 1 nacht geschlafen und naechsten tag in der frueh noch eine 45 min fahrt min dem taxi zum ausgangspunkt des trekks. 9 uhr frueh es geht also los.
Von nepal rocks

Von nepal rocks

die ersten 3 tage kann ich mal so zusammenfassen. man bewegt sich auf hoehen zw. 1500 und 2850 m. das klima sprich die temperaturen sind noch sehr angenehm. die ersten 2 tage so gar noch richtig heiss. ich schwitze bei den strapazen von taeglich zw 5 meist aber eher 6 bis 8 stunden wandern. die landschaft durch die ich wandere ist wunderschoen. meist durch waelder die trotz des grossen trekking tourismus in nepal noch unberuehrt und echt wirken - richtige urwaelder. alles is so unglaublich gruen und von ueberall kommt wasser von den bergen. also wenn finnland das land der 1000 seen ist, ist fuer mich nepal eindeutig das land der 1000 wasserfaelle. noch nie hab ich so viele wunderschoene wasserfaelle in so kurzer zeit gesehe als beim trekken in nepal. verlaesst man die waelder ist das land gesaeumt von reisterassen wie ich es mir eigentlich mehr in china erwartet haette. kleine haueser aus stein sind in die huegel dawische gebaut. ca. alle 60 bis 80 min kommt man zu kleinen doerfern - zumindestens anfangs - wo man sich bei bedarf ne cola oda kekse kaufen kann. da noch nicht hauptsaison ist in nepal bin ich meist ziemlich alleine unterwegs. von zeit zu zeit trifft man andere trekker und man tauscht sich aus. geschlafen wird in kleinen lodges wo dann meist wida alle zusammen kommen und tee getrunken und karten gespielt wird. die zimmer sind sehr sehr einfach. meist bestehen sie nur aus einem bett ... mehr brauch ich aber auch nicht. schlafsack ausgerollt und so gegen 8 oder 9 meist gute nacht. strom gibt es - obwohl meist auf den daechern der lodges mit riesen buchstaben "we have electricity and hot water" geschrieben steht - nur selten und warmes wasser hab ich auch fast nie auf meiner haut gespuert ... was solls.
Von nepal rocks

tag 4 in der frueh es geht richtung basecamp. ich erwache um 6 und es schuettet in stroemen als waehre es noch immer monsunzeit. aber hilft ja nichts raus in den regen um halb 8 und 7 stunden marsch ... ja richtig 7 stunden bei stroemenden regen. die ohnehin nicht sonderlich guten wege verwandeln sich ich baeche und kleine schlammlawinden. na ca. 2 oder 3 stunden bin ich und der rest der trekker nass bis auf die haut und das trotz mammut extrem und regenponcho. nur meine teuren schuhe halten dicht doch machen mir die ganz andere probleme. sie sind zu hart an der ferse und somit habe ich am 4en tag schon grosse schmerzen beim gehen. ich werde diesen tag nie vergessen und nicht nur einmal hab ich gedacht warum ich mir das gerade antue ... es regnete in stroemen, ich war nass und es wurde wegen der hoehe auch immer kaelter. man konnte nichts sehen wegen der wolken und dem nebel. die wege waren fluesse oder schlammlawinen und das beste kommt erst jetzt - es war ein paradies fuer blutegel. noch nie in meinem leben hab ich so viele blutegel auf einem haufen gesehen wie an diesem einen monsun-regen-tag. a wahnsinn!!! alle 10 min stope ich um die biester von meiner kleidung zu entfernen. es gelingt mir (glaubte ich zu diesem zeitpunkt jedenfalls) ganz gut und ich werde nur 3 oder 4 mal in die hand gebissen. als wir schliesslich unser lodge wo wir die nacht verbringen erreichen will ich nur meine nasse kleidung loswerden und etwas trockenes anziehen. ich ziehe also meine schuhe aus und BUM meine gruenen bundesheer sochen sind nicht mehr gruen sonder dunkelrot ... kleiner schock aber was solls ich zieh mich also aus und beginne zu zaehlen -> 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 bisse am rechten fuss und 1 2 3 4 5 6 7 oh nur 8 am linken fuss. tja die souvenirs der vampire der berge trage ich heute noch auf meinen fuessen. fucking blutegel!! gott sei dank war tag 4 der einzige tag wo ich mit den kleinen biestern zu kaempfen hatte. am restlichen trekk hab ich nur mehr 5 oder 6 bisse abbekommen.
Von nepal rocks

tag 5 (nach der blutegelplage und den monsun regen)
meine kleidung ist oh wunder fast trocken. doch als ich meine schuhe anziehen will spure ich nichts als schmerzen. ich versuchs trotzdem doch nach ca. 2 stunden. doch schmerzen bei jedem einzelnen schritt und ich bin nahe dran aufzugeben. doch nicht mit mir ich zaubere meine nike sandalen aus meinem rucksack mit denen ich schon durch halb europa (interrail) und afrika gereist/gegangen bin und marschiere munter weiter. die restliche zeit habe meine fast 300 euro bergschuhe nicht mehr benuetzt und kann voll stolz behaupten das ich mit sandalen das annapurna basecamp erreicht habe und auch den ganzen weg zurueck mit sandalen gegangen bin. "you walk like we nepali" sprich du gehst ja wie wir nepalesen bekomme ich des oefteren zu hoeren ... und ich bin stolz darauf.
wobei natuerlich zu sagen ist das ich in diesen 11 tagen sherpas gesehen habe die mit flip flops an den fuessen und ohne uebertreibung ca. 10 sessel sowie 1en fernseher oder 3 stueck gasflaschen am rueck an mir vorbei gelaufen sind!! nepalese, wohl die besten lastentreager der welt.
Von nepal rocks

das basecamp auf 4130 m erreiche ich am tag 7. wieder ist das wetter nicht auf meiner seite und somit kann absolut nichts sehen als ich das basecamp erreiche ... wo sind nur die berge!? trotzallem bin ich froh das basecamp erreicht zu haben. am abend liege ich im bett auf 4130 m und es wird das erstemal richtig kalt. ich denke an die letzten tage. an den regen, die blutegel, die schmerzen und irgendwann schlaf ich ein. ein lautes klopfen an meiner tuer um halb 5 in der frueh weckt mich und ich hoere in gebrochenen nepali-englisch "come out - no clouds - beautifull view." ich roll mich also aus meinen warmen schlafsack raus in die kaelte auf 4130m um halb 5 in der frueh und stolpere ins freie. was ich da sehe weckt mich innerhalb von sek. auf und laesst mich fast eine traene der ruehrung vergiessen. es ist halb 5 in der frueh. die sonne geht gerade auf und es ist der blaueste himmel den ich je gesehen hab. keine wolke am himmel - nicht eine zu der zeit und rund um mich ragen die 7000 und 8000er in den himmel ... so wunderschoen, so maechtig und fast uneinnehmbar blicken sie auf mich herunter. ich glaube noch nie hat mich ein anblick so gefesselt wie diese berge in der frueh bei sonnenaufgang ... ich bin ueberwaeltigt von dieser schoenheit auf unseren planeten erde!!!
Von nepal rocks

Von nepal rocks

Von nepal rocks

Von nepal rocks

Von nepal rocks

Von nepal rocks


der besitzer der lodge im basecamp erzaehlt mir in der frueh das dieser tage heute der erste seit 15 ist wo man alle gipfel des annapurnamasievs sehen kann und keine wolke am himmel ist ... that's karma brooooooooooooo'!!!!!! alle schmerzen, all der regen, schlamm und die blutegel sind vergessen und ich hebe mein haupt ehrfuerchtig richtung himmel um, egal ob zu buddha, shiva, mohammed oder jesus DANKE zu sagen!!!

einige stunden spaeter gehts wida runter vom basecamp. 3 tage spaeter - am weg stoppen wir noch fuer wenige stunden bei natuerlichen heissen quellen neben einem eisigen fluss um zu relaxen - bin ich wida in pokhara. am abend gibts dann erstmal a fettes stueck fleisch (chilli steak) und einige bier um zu feiern und wida u kraeften zu kommen.

trekken im himalaya ein unvergessliches erlebniss.
Von nepal rocks